• Rechtsanwältin Swetlana Neff

Vom Urlaub "zurücktreten"?

In Zeiten von Corona gibt es möglicherweise den ein oder anderen, dem beim Gedanken an Urlaub ein wenig flau im Magen ist. Die meisten von uns, die sich Urlaub nehmen, tun dies vor dem Hintergrund einer Urlaubsreise, häufig ins Ausland. Diese reisen sind nun meist abgesagt oder nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Was tun, wenn ein Arbeitnehmer deshalb den genehmigten Urlaub verschieben möchte?


Wenn der Urlaub beantragt und durch den Arbeitgeber bereits genehmigt worden ist, kann dies nicht mehr einseitig geändert werden. Nicht durch den Arbeitnehmer und nicht durch den Arbeitgeber. Dies gilt zumindest, soweit es sich um den gesetzlichen Mindesturlaub handelt. Daher muss der Urlaub genommen werden oder Arbeitnehmer und Arbeitgeber einigen sich auf eine Verschiebung.


Arbeitgebern, die Sympathie mit ihren Arbeitnehmern entwickeln und diesen das Verschieben des Urlaubs ermöglichen wollen, rate ich zur Vorsicht: Der arbeitsrechtliche Gleichbehandlungsgrundsatz verlangt, dass mehrere Arbeitnehmer in der gleichen Situation auch gleich behandelt werden. Falls der Arbeitgeber also bei einem seiner Arbeitnehmer der Verschiebung des Urlaubs zustimmt, müsste er dies auch bei seinen weiteren Arbeitnehmern tun.


Die massenhafte Verschiebung des Urlaubs kann dazu führen, dass zu wenig Arbeit auf zu viele Arbeitnehmer verteilt werden muss. Und wer denkt, dann stelle ich einfach auf Kurzarbeit um, hat sich geschnitten. Denn die wirksame Einführung von Kurzarbeit hängt von vielen Faktoren ab. Wenn wie üblich die Kurzarbeit eingeführt wird, um auch die Erstattung von Kurzarbeitergeld durch die Agentur für Arbeit zu beantragen, kommt das böse Erwachen. Denn der Arbeitsausfall aufgrund verschobenen Urlaubs ist nicht unvermeidbar. Ich berate sie gerne zum Thema Urlaub. Stellen Sie jetzt eine unverbindliche Anfrage.


Und nächste Woche folgt die Kehrseite der Medaille: Wann kann der Arbeitgeber einseitig Urlaub anordnen?

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